"Lesen heißt durch fremde Hand träumen."

                            Fernando Pessoa


Was wurde nicht schon alles über Bücher geschrieben und nachgedacht. „Bücher verändern das Schicksal der Menschen", so Carlos Maria Dominguez zu Beginn einer Erzählung, in der die Wirkung von Büchern eine erhebliche Rolle spielt. Ernest Hemingway und Jack London motivierten Tausende Menschen zum Abenteurerleben, Dumas hat das Leben vieler Frauen auf den Kopf gestellt und Hermann Hesse's Siddartha bereichert und beeinflusst mein Leben bis heute. Und bis heute komme ich an keiner Buchhandlung vorbei. Sie üben auf mich eine ganz besondere Anziehungskraft aus. Dabei liegen die Ansichten über die Zukunft der Buchhandlungen und des gedruckten Buchs oft weit auseinander. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die meinen, dass das klassische gebundene Buch sogar verschwinden könnte.

 



Derzeit sind wir mitten drin in der tief greifenden Revolution des Internetzeitalters. Die Möglichkeiten der Speicherung und Verfügbarkeit des ganzen Menschheitswissens an fast jedem Ort unserer Erde gelten als der Fortschritt schlechthin. Ein einziges E-Book ersetzt heute mehr als ein ganzes Bücherregal. E- Books haben zweifelsohne zahlreiche Vorteile, keine Frage, doch das gedruckte Buch hat einen ganz bestimmten Geruch, der uns Menschen vertraut ist. Es riecht nach einer Geschichte, nach Leben, nach Gebrauch — es ist authentisch und beständig. Ein E-Book ist kalt und flach — kurz formuliert- es ist anonym. In meinen gedruckten und gebundenen Büchern kann ich Eselsohren in die Seiten falten, kann markieren und unterstreichen, kommentieren und skizzieren.

 

 


Bei aller Faszination für die neuen Medien und den zahlreichen kulturpessimistischen Aussichten, glaube ich nicht, dass das Buch verschwinden wird. Schon zu oft haben die vielen Experten den Untergang unseres edelsten und höchsten Kulturguts heraufbeschworen. Einer von ihnen war der kanadische Medienwissenschaftler Herbert Marshall McLuhan. Anfang der 70-er Jahre veröffentliche er sein Werk „The Gutenberg Galaxy. " Dieses Buch sorgte mit seiner These vom Ende des Buchzeitalters für viele Schlagzeilen und beschäftigt bis heute die Kommunikations- und Medienwissenschaft. McLuhan prophezeite in seinem Werk das Ende des Buchs innerhalb eines Jahrzehnts. Zehn Jahre später war Marshall McLuhan tot - und das Buch existiert bis heute.

 

 

Meine Bücher haben keine außergewöhnlichen Ziele, außer, dass sie neugierig machen sollen, die abgebildeten Landschaften selber in Augenschein zu nehmen, für das Schöne zu sensibilisieren und sie sollen zum Nachdenken und Hinterfragen einladen. Über das Leben und irdische Dasein zu reflektieren ist eine prima Sache — vor allem deshalb, weil dadurch alles, was das menschliche Tun und Sein betrifft, nicht als vollkommen selbstverständlich angesehen wird. Apropos denken. „Nur der Denkende erlebt sein Leben, an Gedankenlosen zieht es vorbei", sagte Maria von Ebner-Eschenbach. In diesem Sinne —nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie den Dingen unseres fabel- und rätselhaften Lebens auf den Grund. — CARPE DIEM.

 


 
Dem Himmel so nahNoch  gibt  es  sie  in  ausreichender  Zahl,  die  schönen  Plätze  in  Österreich,  an  denen Touristen  gar  nicht  anders  können,  als  die  Handykamera  zu  zücken  und  Fotos  zu schießen. Noch gibt es die Plätze, wo selbst Einheimische immer wieder von Neuem ergriffen sind, wie unglaublich schön es hier doch ist.

Unter Österreichs vielen wunderbaren Landschaften ist die Obersteiermark sicher eine der schönsten. In dieser, im Herzen Österreichs gelegenen, vielerorts noch ursprünglichen und unverfälschten Landschaft, vereinen sich Berge, Wälder, Wiesen, Seen und Bäche zu einem Idyll von besonderer Schönheit und Faszination. Dieses Stückchen Alpenwelt hat unglaublich viele Facetten - manchmal ist die Landschaft  dramatisch, wild und spektakulär, ein anderes Mal unaufgeregt, sanft und idyllisch. Schroffe, steile Felswände wechseln mit sanften, runden Bergkuppen. Bäche in engen Schluchten stürzen oft über spektakuläre Wasserfälle in weite Täler voll blühender, sanfter Wiesen und würzig, duftender Wälder. Die malerischen kleinen und großen Bergseen, mit ihren smaragdgrünen und  tiefblauen Farben, gleichen Juwelen, die verstreut in einer tiefgrünen Landschaft liegen. Die Schönheit, die Anmut, die Reize und Gegensätze dieser Landschaft sind eine Wohltat fürs Auge und Gemüt. Eine Landschaft, die zum Nachdenken und Philosophieren anregt. 

Die Bücher sind nicht mehr im Handel erhältlich.